Qualität: USB Speicher Grade A, Grade B, Grade C und Grade D bzw. “geschnittene”, “refurbished” oder “upgraded” Chips

Test USB-StickEs gibt viele verschiedene Speicherhersteller (Samsung, Hynix, Micron, Sandisk, Toshiba etc.). Allerdings sagt der Bezug von Markenspeichern noch nichts über dessen Qualität aus. So unterscheiden sich die Nand Flash Speicher in SLC, MLC und TLC (Single Layer, Multi Layer und Trible Layer). Dem nicht genug, werden diese unterschiedlichen Speichersorten noch in Grade A, Grade B, Grade C und sogar Grade D kategorisiert.

  • Grade A Speicher sind die besten Speicherchips einer Serie und werden mit dem Hersteller und dem Speichertyp per Laser gekennzeichnet. Diese Chips weisen durchgehend eine sehr niedrige Fehlerrate auf. Wichtige Daten sollten Sie immer auf Grade A speichern. (Trotzdem natürlich bei wichtigen Daten immer Backups erstellen!!!)
  • Grade B Speicher sind meist ähnlich von der Qualität, haben aber die Qualitätsprüfung der Hersteller nicht bis zur Markenkennzeichnung durchlaufen. Das kann viele Gründe haben. Grade B sollten Sie für Daten einsetzen, deren Verlust verkraftbar ist, beispielsweise im Marketingeinsatz mit Katalogen oder Präsentationen etc. Als Kundengeschenk sollten Sie diese Speicher nicht unbedingt einsetzen, da der Beschenkte nicht wissen kann, dass sich Grade B Speicher in einem mit einer zuverlässigen Marke gebrandeten USB-Stick befindet. Der Datenverlust ist dann schnell auch Negativwerbung.
  • Grade C Speicher haben entweder die QC nicht bestanden oder liegen am Rand (Edge of Wafer) der Produktion und sind somit Ausschuss. Diese Speicher werden oft als Billigware aufgekauft und gelangen über sonstige Kanäle in den Markt. Die Fehlerquote liegt hier bei bis zu 40%. Sollte aus Kostengründen Grade C Speicher eingesetzt werden, so sollte dies ausschließlich bei Streuartikeln mit einem Schreibschutz geschehen. Hierbei werden die Daten einmalig auf den Stick geschrieben und werden mit einem Schreibschutz versehen, so dass der Speicher auf dem USB-Stick nicht für andere Speicherzwecke verwendet werden kann. Dadurch wird verhindert, dass der Empfänger den USB-Stick versehentlich für wichtige Daten verwendet. Leider werden Grade C Chips, aufgrund des niedrigen Preises, oft ohne Wissen der Kunden verkauft. Speziell im Werbemittelbereich sind diese Speicher sehr verbreitet, da der beschenkte Werbemittelkunde das defekte Geschenk selten reklamieren wird, bzw. meist erst viel später vereinzelnde Datenfehler bemerkt.
  • Grade D Speicher sind Grade C Speicher, die von den Lieferanten mit einem Laser nachträglich gekennzeichnet werden, um wie Grade A Speicher zu wirken. Diese sind sehr schwer zu erkennen. Entweder Sie fragen einen Fachmann, der die Speicher mit entsprechenden Tools untersuchen kann, oder Sie kaufen nur von vertrauenswürdigen Händlern. Dass Grade A Speicher nicht die billigsten sein können, liegt dabei auf der Hand.
  • Refurbished bzw. geschnittene Speicher sind oft defekte Speicher der oben genannten Qualitätsstufen, die defekte Sektoren aufweisen oder aus defekten Geräten entnommen wurden. Diese Speicher werden einem sogenannten Low Level Format unterzogen, wobei die defekten Sektoren ausgeklammert werden und somit nicht zur Nutzung zur Verfügung stehen. Was zunächst ganz gut klingt, ist auf Dauer aber nicht zu empfehlen. Meist ist es ein fortschreitender Prozess, der für die defekten Sektoren gesorgt hat. Somit ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass bei der Benutzung weitere Sektoren zerstört werden und somit Daten verloren gehen.
  • Upgraded Memory sind genau genommen betrügerisch manipulierte Controller. Diese gaukeln beispielsweise dem System 4GB vor, obwohl nur 1GB verbaut wurde. Das führt dazu, dass das Gerät zunächst ohne Probleme verwendet werden kann. Sobald die 1GB aber überschritten werden, werden weitere Daten nicht geschrieben. Oft merkt das der Nutzer erst, wenn die Daten wieder abgerufen werden sollen.

Hinweis: Fragen Sie beim Kauf von USB-Sticks immer auch nach der Qualität der Speicher und entscheiden Sie sich bewusst für das bevorzugte Preis- / Leistungsverhältnis.

TRIVTEC: Für unsere Angebote kalkulieren wir grundsätzlich mit Grade A Markenspeicherchips (Hynix, Toshiba, Samsung, Micron, Sandisk …).
(Grade B oder sogar C bieten wir nur auf Anfrage an, wenn die Ware bewusst als günstiger Streuartikel eingesetzt werden soll.)

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Datenaufspielung / Dateninstallation / Datenschutz auf USB-Sticks

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Daten sind nicht gleich Daten! Je sensibler die Informationen sind, desto wichtiger ist der Umgang mit diesen während der Produktion / Installation / Aufspielung auf ein Speichermedium.

  • unsensible Daten (beispielsweise Streuinfos, Werbung, Kataloge, Pressemappen etc.):
    Aufspielung / Installation der Daten direkt in Asien während des Herstellungsprozesses der USB-Sticks (günstigster Weg)
    + einmaliges MD5 Prüfprotokoll der angelieferten Daten
    + einmaliges Protokoll der aufgespielten Daten von einem USB-Stick als Stichprobe, dass die angelieferten Daten vollständig aufgespielt wurden
  • wenig sensible Daten (beispielsweise Software / Freeware):
    Datenaufspielung in Asien bei Produktion, mit anschließender Qualitätskontrolle (Stichproben auf Funktionalität in unserem Hause)
    + einmaliges MD5 Prüfprotokoll der angelieferten Daten
    + einmaliges Protokoll der aufgespielten Daten von einem USB-Stick als Stichprobe, dass die angelieferten Daten vollständig aufgespielt wurden
  • sensible Daten:
    Dateninstallation zu 100% in Deutschland mit anschließender stichprobenartiger Qualitätskontrolle
    + einmaliges MD5 Prüfprotokoll der angelieferten Daten
    + mehrfaches Protokoll der aufgespielten Daten zur Sicherstellung, dass die angelieferten Daten vollständig aufgespielt wurden.
  • hoch sensible Daten:
    Dateninstallation zu 100% in unserem Hause in Deutschland
    + anschließende 100% Qualitätskontrolle durch MD5 Checksummen inkl. einmaligem MD5 Prüfprotokoll zum abgleich der angelieferten Daten
  • extrem sensible Daten: persönlich durch Management überwachte Dateninstallation zu 100% in unserem Hause (ggf. auch bei Ihnen vor Ort)
    + anschließende 100% Qualitätskontrolle durch MD5 Checksummen inkl. einmaligem MD5 Prüfprotokoll zum abgleich der angelieferten Daten (optionaler Einsatz von Verschlüsselungstechnologie und Passwortschutz)

In manchen Fällen ist es notwendig, die Daten zusätzlich zu schützen, beispielsweise durch einen Schreibschutz, Löschschutz, Kopierschutz, Passwortschutz oder eine Verschlüsselung.

  • Hardware-Schreibschutz für USB-Sticks:
    Im Gegensatz zu CDs sind die Daten auf USB-Sticks meist lösch- bzw. veränderbar. In vielen Anwendungsbereichen ist es aber notwendig, dass Daten beim Nutzer unveränderbar ankommen bzw. verbleiben (Beispielsweise aus Virenschutzgründen, zur Sicherstellung, dass keine Daten den PC über einen USB-Port verlassen oder aus rechtlichen Gründen). Wenn gespeicherte Daten nicht mehr verändert werden dürfen, dann hat TRIVTEC die passenden Lösungen für Sie. Wir liefern Ihnen schreibgeschützte USB-Sticks mit Ihren bereits vorinstallierten Daten. Diese Lösung eignet sich hervorragend für die Verteilung gleichbleibender Daten. Aber auch bei personalisierten Daten (auf jedem USB-Stick andere Daten) halten wir für Sie die richtige Lösung bereit.
  • Kopierschutz:
    Wenn Daten nur in Verbindung mit einem bestimmten USB-Stick zusammen genutzt werden sollen, dann benötigt man eine entsprechende Software, beispielsweise: All-In-One Protector von Mirage
  • Passwortschutz & Verschlüsselung:
    Um den Zugriff Dritter auf Ihre sensiblen Daten zu verhindern, sollten Daten zusätzlich geschützt werden! Hierbei ist zu beachten, dass ein guter Datenschutz von vielen Faktoren abhängig ist. Verschlüsselung & Passwortschutz kann mittels Software oder Hardware erreicht werden. Software basierter Schutz gilt oft als weniger sicher als der Schutz durch Hardware. Dies muss aber nicht sein. Software hat beispielsweise gegenüber mittels Hardware verschlüsselter USB-Sticks den Vorteil, dass ein sicheres Backup des verschlüsselten Datencontainers erstellt werden kann. Kommt es zum Verlust des portablen Datenträgers (USB-Stick, SD-Karte, CD etc.), ist der Zugriff auf die wichtigen Daten weiterhin mittels Backup möglich. Bei einem mittels Hardware geschützten Speichermediums hingegen kann eine Datensicherung nur durch unsicheres Herauskopieren der Daten aus dem Datensafe erfolgen. Das Backup wäre in diesem Fall ggf. unverschlüsselt. Hardwarebasierte Verschlüsselung hat dagegen den Vorteil, dass die Anzahl der Passwort-Eingabe-Versuche begrenzt werden kann. Um dem bei einer softwarebasierten Verschlüsselung entgegen zu wirken, hilft die Verwendung eines ausreichend langen Passwortes. Bei der Verwendung eines Passwortes mit mindestens 15 Zeichen inkl. Sonderzeichen und der Vermeidung bekannter Begriffe [Rainbow Table] benötigt ein Computer mehrere Jahre, um das Passwort herauszufinden [Brute Force].
    Ein weiterer Vorteil gegenüber einer Hardwareverschlüsselung ist, dass der Nutzer frei entscheiden kann, wie viel Speicherplatz des USB-Sticks verschlüsselt werden soll (Datensafe). Der Rest des USB-Sticks kann somit ohne Passworteingabe frei genutzt werden (z.B. um Daten weiterzugeben ohne das eigene Passwort mitzuteilen). Zur Einstufung der Schutzintensität wurde in den USA der “Federal Information Processing Standard” kurz “FIPS” ins Leben gerufen, der auch in Europa mittlerweile seine Verwendung findet. Je nachdem, wie wichtig die Daten auf einem Speichermedium sind, desto höher sollte auch die Schutzstufe gewählt werden.

Fragen & Anmerkungen